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Steuerungsmöglichkeiten und -mythen von Migration auf nationaler und europäischer Ebene
Gemeinhin wird über verschiedene Ansätze zur Planung und Steuerung von Migration im nationalen und transnationalen Interesse nachgedacht und diskutiert. Dabei werden Programme und Initiativen entworfen, um beispielsweise EDV-Experten aus Indien oder Medizintechniker aus den Philippinen nach Europa zu bringen. Die Frustrationen sind groß, wenn diese sich gegen Europa und für die USA entscheiden und stattdessen mit völlig anderen Bildungs- und Ausbildungsbiographien nach Europa kommen. Nur ein sehr geringer Anteil der Migranten kann nach spezifischen Kriterien selektiert werden, während der überwiegende Teil nicht nach Kriterien des Arbeitsmarktes oder eines übergeordneten nationalen Interesses in das Aufnahmeland kommt.
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Disparitäten zwischen Angebot und Nachfrage in den Bereichen "Bedarf an Arbeitskräften" und "Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme"
Wirtschaftsunternehmen beklagen einen zunehmenden Mangel an Arbeitskräften. Dies betrifft einzelne Industriebranchen ebenso wie Unternehmen in Tourismusregionen oder Landwirtschaftsbetriebe mit saisonalen Einsatzschwerpunkten. In der politischen Debatte zum Thema Arbeitsmarkt und Integration wird wiederholt die Forderung nach einer völligen Öffnung des Arbeitsmarktes für Zuwanderer und Asylwerber (Zusammenführung von Aufenthaltstitel und Recht zur Arbeit) erhoben. Zugleich ist die Arbeitslosigkeit bei ausländischen Arbeitnehmern signifikant höher als bei inländischen Arbeitskräften.
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Aus den Thesen 1 und 2 resultieren folgende Schlüsselherausforderungen an die Verwaltung
Die Herausforderungen an die Verwaltung fokussieren sich auf drei Schlüsselbereiche: erstens ist der Bereich Sprache zu nennen, der Voraussetzung für ein Gelingen von Integration ist; zweitens ist der Bereich Bildung zu nennen, der die Basis für den Start in ein eigenverantwortliches und unabhängiges Leben in der Aufnahmegesellschaft bildet; drittens ist der Bereich der Arbeitsmarktverwaltung zu nennen, in dem sich die Frage der Erwerbsbiographie bzw. die Belastung der sozialen Sicherungssysteme entscheidet.
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Zum Autor:
Dr. Alexander Janda, Österreichischer Integrationsfonds, www.integrationsfonds.at
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