Die Produktivität in der Wissensarbeit: Chancen und Herausforderungen
Die Stiftung Produktive Schweiz (SPS) wurde 2005 von Wirtschaft, Wissenschaft und Staat gegründet, mit dem Ziel, den Denk- und Wissensplatz Schweiz zu stärken, indem sie die Produktivität der Wissensarbeiter fördert. Wissen ist DER Rohstoff der Schweizer Wirtschaft, rund 50% der arbeitenden Bevölkerung verdienen ihr Einkommen durch Nutzung und Entwicklung von Wissen. Wissensarbeit und Produktivität von Wissensarbeitern wird heute jedoch wenig verstanden. Die Praxis zeigt, dass z.B. nur 53% das „Werkzeug“ haben, das sie wirklich bräuchten.
So hat die SPS in den vergangen drei Jahren zwei Studien entwickelt, die es Individuellen und Teams erlauben, ihre Effizienz zu messen, Defizite zu erkennen und sofort Verbesserungen anzugehen. Beide Anwendungen sind auf der Website www.produktive-schweiz.ch zu finden. Der Teilnehmende erhält einerseits umgehend nützliche Tipps, andererseits unterstützt er die dazu laufende Forschung, wertvolle Erkenntnisse für künftige Verbesserungen am Arbeitsplatz zu finden. Die eine Erhebung ist ein Fragebogen zum Umgang mit E-Mails, die zweite Lösung gibt Informationen zum Verhalten von (Projekt-)-Teams. Der Sinn beider Studien ist: „Work smarter, not harder“. Dazu werden die beiden bestehenden und weitere Anwendungen ausgebaut.
SPS möchte der interessierten Bevölkerung die Wichtigkeit von Wissensarbeit zur Generierung von weiterem Wohlstand verständlicher machen. Vor allem auch Unternehmen sollen von den Erkenntnissen der Stiftung profitieren können, um z.B. ihre Beschaffungen besser auf die Bedürfnisse ihrer Wissens-Mitarbeiter auszurichten und so die Produktivität derselben zu steigern.
Folien des Referats
---
Zur Referentin:
Romy Bohnenblust ist seit dem September 2008 Geschäftsführerin der Stiftung Produktive Schweiz. Vorher war Romy Bohnenblust bei der SBB als Geschäftsführerin einer Tochtergesellschaft tätig.
---
Was lehrt mehr: Die "best practice" oder die "unsuccessful projects"?
Die Einführung von Informationstechnologien (IT) in der öffentlichen Verwaltung ist kein Selbstzweck, sondern erfolgt aufgrund von Zielen wie z.B. Effizienz- und Leistungssteigerung oder Kundenorientierung.
Der Effizienz- und Leistungssteigerung unter Zuhilfenahme von IT geht jedoch eine umfas-sende Reorganisation der öffentlichen Verwaltung und ihrer Prozesse voraus. Diese Sicht-weise auf die Einführung von IT als umfängliches Vorhaben organisatorischen Wandels imp-liziert entsprechend die Existenz von Hürden und Hemmnissen.
Verzögern sich IT-Projekte oder scheitern gänzlich, können Kosten, Imageschäden, Demoti-vation auf Seiten der Mitarbeitenden, Akzeptanzprobleme und Zurückhaltung bei zukünftigen IT-Projekten die Folge sein. Aus dem Misserfolg von IT-Projekten in der öffentlichen Verwal-tung können aber auch positive Lehren gezogen werden: Für zukünftige Projekte können im Umkehrschluss Erfolgsfaktoren abgeleitet werden. Reflektion und Wissensaustausch sind für eine solche Analyse essenziell, so dass von Fehlern sowohl im privaten als auch im öffentli-chen Sektor gelernt werden kann.
Im Rahmen des Vortrags werden die im Rahmen einer Umfrage erhobenen Risiko- und Er-folgsfaktoren von IT-Projekten in der öffentlichen Verwaltung vorgestellt. Darüber hinaus wird aufgezeigt, was für Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten im Vergleich zu IT-Vorhaben in privaten Unternehmen existieren. Abschliessend werden Handlungsanforderungen formuliert, wie Risiken begegnet und wie mit Misserfolgen umgegangen werden kann.
Folien des Referats
---
Zum Referenten:
Prof. Dr. oec. HSG Kuno Schedler ist seit 1996 Professor für Betriebswirtschaftslehre mit besonderer Berücksichtigung des Public Management. Als Direktor des Instituts für öffentliche Dienstleistungen und Tourismus an der Universität St.Gallen leitet er dort die Abteilung für Public Management.
---
Elektronische Geschäftsverwaltung GEVER in der Bundesverwaltung
Der aktuelle Stand des Projekts GEVER wird vorgestellt. Danach folgt ein Ausblick, was in den nächsten Monaten kommen wird.
Folien des Referats
---
Zur Referentin:
Nathalie Falcone-Goumaz war bis Ende August 2008 stellvertretende Generalsekretärin des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements. Als Delegierte hat Nathalie Falcone-Goumaz die Umsetzung des Projekts GEVER übernommen.