Bedeutet diese Übereinstimmung das Ende der Sonderstellung der öffentlichen Angestellten? Welches sind die neuen Herausforderungen, mit denen sich die Angestellten des öffentlichen Sektors auseinander setzen müssen, vor allem unter der Berücksichtigung von Aspekten wie Arbeitsplatzsicherheit oder Automatische Teuerungsanpassung, welche während langer Zeit als schlagkräftige Argumente für eine Anstellung in der öffentlichen Hand galten?

Wie soll eine öffentliche Organisation, welche ihr Personal gleich wie eine private Firma führt, die Trümpfe des Service Public und ihre spezifischen Kompetenzen hervorheben?

All diese Fragen wurden im Rahmen eines Kolloquiums am 15. November 2002 in Lausanne unter der gemeinsamen Führung der Schweizerischen Gesellschaft für Verwaltungswissenschaften und dem Institut für Verwaltungswissenschaften der Universität und ETH Lausanne behandelt.

Unter dem Titel  « Sinn und Besonderheiten des öffentlichen Sektors », bot sich zahlreichen Führungskräften des öffentlichen Sektors, Wissenschafter/innen und Politiker/innen die Gelegenheit, an einem Tag losgelöst von den aktuellen Turbulenzen, über neue, verknüpfte Ansätze, diesen einmaligen Wandel, zu diskutieren.

Eine der Grundideen ist die Schaffung eines neuen Image und einer neuen Identität des öffentlichen Sektors. Diese berücksichtigt Werte wie die Bürgerschaft, der Respekt gegenüber dem Individuum und der Ethik.

Nach einem Jahrhundert, in welchem der öffentliche Sektor nie aufhörte nach den Praktiken der Privatwirtschaft zu schielen und diese zu imitieren, ist der öffentliche Sektor im Begriff das Pendel zu kehren. Seine Werte und Praktiken könnten zunehmend im privaten Sektor Anwendung finden. Um das zu erreichen, muss man seine Professionalität, die herausragende Qualität seiner Organisation herausstreichen.

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Zu den Autoren:
Prof. Y. Emery und David Giauque, Idheap Lausanne