eVanti.ch und eCH organisierten am 18. November 2005 in Zusammenarbeit mit der SGVW sowie der Unterstützung des Kantons Basel Stadt eine nationale eGovernment-Veranstaltung.

 

Die neuen Technologien bieten dem öffentlichen Sektor grosse Chancen, sich organisatorisch grundlegend zu verändern und sich mit der Umwelt besser zu vernetzen. Die Einführung von eGovernment ist jedoch ein schwieriges und komplexes Unterfangen, welches einen häufig unterschätzten Wandel mit sich bringt. Ziel dieser Tagung ist es, die Auswirkungen von eGovernment auf Organisationen, Prozesse, Menschen, Technologien und das Rechtssystem zu identifizieren und zu diskutieren.

Wie führt man eGovernment ein und was sind die Erfolgsfaktoren?
Wie kann der Fortschritt gemessen werden?
Gerade bei der Messung des Fortschrittes fehlt es noch an einem gemeinsamen Verständnis und vor allem an Kriterien, hinter welchen alle Akteure auch wirklich stehen. Heute wird auf international verfügbare Studien und Ranglisten zurückgegriffen, wie zum Beispiel auf den jährlich erscheinenden eEurope Bericht. Aufgeschreckt durch die doch eher ernüchternden Aussagen bezüglich der Adaption von eGovernment in der Schweiz, wo wir nicht nur in den hinteren Rängen anzutreffen sind, sondern uns auch noch in einigen Dienstleistungen gegenüber früheren Jahren von weiteren Ländern haben überholen lassen, suchen wir nach Gründen und Entschuldigungen. Wir stellen in der Folge zum Beispiel den ausgeprägten Föderalismus der Schweiz in den Vordergrund oder zweifeln die Grundlagen und Bewertungen solcher Studien an.

Können wir also vom Ausland lernen? Gibt es neue Schwerpunkte in der Strategie des Bundesrates zur Informationsgesellschaft und in der eGovernment Strategie? Wie können wir effizient die eingeleiteten Massnahmen messen und gegebenenfalls schneller Korrekturen vornehmen?

Ein anderes Thema, welches an der Tagung beleuchtet wird, sind die sekundären Auswirkungen, welche durch eGovernment entstehen. Wie verändert es den Verwaltungsalltag? Gibt es neue Zusammenarbeitsmöglichkeiten? Werden die Unternehmen dadurch wettbewerbsfähiger? Wollen die Bürger überhaupt einen elektronischen Staat?

Namhafte Referenten aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung sowie Vertreter aus dem benachbarten Ausland sorgen für einen spannenden Tag.