Ein Beitrag von Urs Bolz, Pascal Lüthi und Melanie Mettler

Der Bundesrat hat zur Prüfung dieser Frage einen Bericht in Auftrag gegeben. Diese Prüfung ist im Jahr 2017 im Auftrag des ARE durch ein externes Büro in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Bundesstellen erfolgt. Untersucht wurden in zwei Berichten folgende Rollen: der Bund als Arbeitgeber, Ressourcenverbraucher, Eigner, Beschaffer und Anleger. Die Rolle des Beschaffers wurde mit Blick auf die Botschaft des Bundesrats zum neuen Beschaffungsrecht zeitlich verzögert in einem Ergänzungsbericht vertieft untersucht. Die Erkenntnisse sind hier im Hinblick auf die Umsetzung des zu revidierenden Beschaffungsrechts von besonderer Relevanz und verdienen eine etwas breitere Darstellung.

Entlang von insgesamt zwölf CSR-Dimensionen zeigt der Bericht den Ist-Zustand der Unternehmungsführung des Bundes und künftige CSR-Handlungsmöglichkeiten auf.

Die Berichte zur Frage der Vorbildrolle des Bundes im Bereich CSR kommen zum Schluss, dass sich der Bund auf einem hohen Niveau bewegt und seinem Anspruch, Vorbild zu sein, weitgehend gerecht wird. Die beste Bewertung in Bezug auf eine CSR-Vorbildrolle verdient sich der Bund als Arbeitgeber. Ebenfalls eine gute Bewertung erzielt er als Ressourcenverbraucher und Eigner. Noch Aufholbedarf in Sachen CSR hat er demgegenüber in seiner Rolle als Beschaffer und insbesondere als Anleger, hier jedoch im Rahmen eines weiter gefassten Verständnisses der Verantwortlichkeit.

Dem Bund bieten sich in diversen CSR-Dimensionen noch Verbesserungsmöglichkeiten. Der Bund hat das grösste Verbesserungspotenzial im Bereich Controlling/Monitoring der Einhaltung seiner ambitionierten Ziele und bei der öffentlichen Berichterstattung. Wer Vorbild sein will, muss seinen Leistungsausweis transparent machen und sich mit anderen Akteuren aus Wirtschaft und Verwaltung messen lassen. Zudem ist zu beachten, dass die CSR-Ansprüche künftig wohl noch steigen. Wer Vorbild bleiben will, muss sich deshalb auch kontinuierlich verbessern. Der Bericht beschreibt deshalb konkrete Verbesserungsmöglichkeiten, die näher geprüft werden können.

Die vorliegende Broschüre fasst die Erkenntnisse zusammen. Sie informiert über die für CSR relevanten Rollen des Bundes, legt in den verschiedenen Rollen die Grundlagen, die Dimensionen von CSR, Stärken und Verbesserungsmöglichkeiten dar. Sie weist in jeder Rolle auf Handlungsmöglichkeiten hin. Dies auch im Lichte der Erkenntnis: An der Spitze zu bleiben, ist schwieriger als an die Spitze zu kommen.

CSR in der Bundesverwaltung – Der Bund als Vorbild? (PDF)

Mein persönlicher Beitrag zur CSR?

Die Grundlagen für verantwortungsvolle Regierungs- und Verwaltungsführung sind gelegt. Der Bund will eine Vorbildrolle in Sachen CSR einnehmen. Was bleibt zu tun? Die Vorbildrolle halten und Handlungsmöglichkeiten nutzen, um auf der Höhe der Zeit zu sein. Was ist mein Beitrag dazu? Wo habe ich selber Handlungsmöglichkeiten? Eine Checkliste in Kapitel 5 kann als Arbeitseinstieg verstanden werden, der unabhängig von andern Kapiteln genutzt werden kann. Zu jeder der einzelnen Rollen sind zudem Beispiele aus der Praxis im Kapitel 4 zu finden, sowie ausgewählte Quellen.

Urs Bolz, Dr. iur., Fürsprecher LL.M, Geschäftsführender Partner und VR-Präsident bei bolz+partner GmbH, Gutenbergstrasse 14, 3011 Bern, Tel. 031 381 66 86, Email: [email protected]

Pascal Lüthi, Lic. phil. in International Relations and Media Science UZH, CAS in Crisis Communication, Senior Consultant bei BHP Brugger und Partner LTD, Lagerstrasse 33, 8004 Zürich, Tel. 044 299 95 68, Email: [email protected]

Melanie Mettler, Dr. phil. hist. Anglistik, Co-Geschäftsleiterin Compasso, Lagerstrasse 33, 8004 Zürich, Tel. 044 299 95 84, Email: [email protected]

Ein Beitrag von Urs Bolz und Pascal Lüthi

Das Konzept der Corporate Social Responsibility (CSR) beschreibt die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen, wie sie auch in der Schweiz von der Wirtschaft eingefordert wird. CSR ist dabei vor dem Hintergrund der Diskussionen rund um eine nachhaltige Entwicklung und die Realisierung der globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDG) zu betrachten. Das Konzept beschreibt eine Wirtschaft, die neben betriebswirtschaftlichen auch ökologische und soziale Kriterien in ihr Tun integriert und überdies mit Geschäftsmodellen und Produkten bzw. Dienstleistungen einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen leistet. CSR ist allerdings auch für die öffentliche Hand relevant. Der Bund beansprucht hier gar eine Vorbildrolle. Der vorliegende Beitrag beschreibt und konkretisiert das Konzept CSR, insbesondere auch für die öffentliche Hand. Ausgehend von zwei Arbeiten, die den CSR-Leistungsausweis der Bundesverwaltung in den Rollen als Arbeitgeber, Ressourcenverbraucher, Eigner, Beschaffer sowie Anleger untersuchte, wird das Handlungspotenzial für Kantone und Städte aufgezeigt.

Corporate Social Responsibility (CSR) und die Rolle der öffentlichen Verwaltungen (PDF)

Urs Bolz, Dr. iur., Fürsprecher LL.M, Geschäftsführender Partner und VR-Präsident bei bolz+partner GmbH, Gutenbergstrasse 14, 3011 Bern, Tel. 031 381 66 86, Email: [email protected]

Pascal Lüthi, Lic. phil. in International Relations and Media Science UZH, CAS in Crisis Communication, Senior Consultant bei BHP Brugger und Partner LTD, Lagerstrasse 33, 8004 Zürich, Tel. 044 299 95 68, Email: [email protected]