Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis und die Artikel des Jahrbuchs der Schweizerischen Gesellschaft für Verwaltungswissenschaften 2012.

Schwerpunkt in dieser Ausgabe: Staatliche Budgetprognosen und Rechnungsrealität

Explaining the consolidation of financial statements in the Swiss Federal Government
Argento Daniela, Grossi Guiseppe, Vollenweider Petra 11,

From Servant to Master? On the evolving relationship between accounting and budgeting in the public sector
Heiling Jens, Chan James L. 23,

Management der Staatsfinanzen bei demographischer Alterung als strategische Herausforderung
Perrez Josef 39,

Budgets? We don’t need no stinkin’ Budgets: Ten things we think we think we know about Budgeting and Performance
Smith Ken, Thompson Fred 53,

Aktuelle Themen aus den Verwaltungswissenschaften (Open Track)

Designing Perfomance Review and Assessment Systems in Central Government Departments in Italy
Asquer Alberto 67,

New Public Management – Tendenzen in Zürcher Gemeinden
Flick Witzig Marina, Mannsky Alexandra, Stoelker Reithaar Barbara 77,

To run or not to run (again) for political office…at the crossroads betweeen public values and self-interested benefits. Insights from the Canton of Ticino
Cristofoli Daniela, Crugnola Paolo 91, 

Ansatz und Strategie für eine innovationsorientierte Clusterförderung: Das Fallbeispiel Metropolitanraum Zürich
Derungs Curdin, Sauter Christian, Kuhn Martin 107,

Welche Online-Demokratie brauchen wir? Befunde und Perspektiven zum Web 2.0-Einsatz in der Behördenkommunikation
Stücheli-Herlach Peter, Hirsbrunner Sabine, Keel Guido, Wenzinger Erich 123,

Autonomy of the Federal Organizational Units
Steiner Reto, Huber Etienne 141,

Lesen Sie hier das Vorwort zum dritten Jahrbuch der SGVW zum Thema "Staatliche Budgetprognosen und Rechnungsrealität".

Staatliche Budgetprognosen und Rechnungsrealität war das Thema der SGVW Sommertagung 2011. In Politik und Medien verursachen Budgetabweichungen – auch in erfreulicher Richtung – immer wieder Diskussionen. Politiker monieren insbesondere Abweichungen, die grösser ausfallen als getroffene Sparmassnahmen und diese damit letztlich postum in Frage stellen. Die Referate an der Sommertagung 2011 zeigten jedoch auf, dass die Abweichungen in der Schweiz mehrheitlich gar nicht allzu gross ausfallen. Der lange Prognosehorizont auf Grund des zeitaufwändigen Budgetprozesses, stark volatile Basisdaten wie beispielsweise der Verlauf der Verrechnungssteuererträge oder schwer schätzbare realwirtschaftliche Effekte wie die Auswirkungen der Migration erschweren eine genauere Budgetierung. Es ist nicht erstaunlich, dass die Verwaltung in solchen, mit hohen Unsicherheiten behafteten Situationen eher auf die sichere Seite tendiert.

Angesichts dieser eher ernüchternden Faktenlage erstaunt es nicht, dass die Wissenschaft der Thematik der Budgetabweichungen keine allzu hohe Priorität einräumt. Sie identifiziert vielmehr wesentlich weitreichendere Unzulänglichkeiten beispielsweise bei der Definition des Konsolidierungskreises, des relativen Stellenwertes von Budget und Rechnung oder der Budgetprozesse allgemein. Was nützt ein noch so präzises Budget, wenn die hauptsächlichen Risiken für die Staatsfinanzen ausserhalb des Budgets liegen?

Für die Redaktion
Prof. Dr. Andreas Bergmann

Erfahren Sie hier wer die Autoren der Beiträge des Jahrbuchs der Schweizerischen Verwaltungswissenschaften 2011 sind.

 

Alberto Asquer, Dr., Lecturer of Planning and Control in the Public Sector University of Cagliari, Cagliari, Italy

Andreas Bergmann, Prof. Dr. oec., Leiter Public Sector, ZHAW School of Management and Law, Winterthur, Schweiz

Thomas Bichsel, Dr. rer. pol., Inhaber der PuMaConsult GmbH, Bern, Schweiz

Caroline Brüesch, Dr. iur., Executive MBA HSG, Leiterin Institut für Verwaltungs-Management, ZHAW School of Management and Law, Winterthur, Schweiz, Leiterin Geschäftsstelle SGVW, Winterhur, Schweiz

Maurus Büsser, Dr. oec. HSG., Mediator SDM, Generalsekretär, Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Kanton Aargau, Schweiz

Stefano Calciolari, Prof. Dr. in Healthcare Management, Università della Svizzera italiana, Swiss School of Public Health, Switzerland

Emma Capalbo, PhD Student in Public Management and Accounting, School of Economics, University of Siena, Italy

Daniela Cristofoli, Prof. Dr. in Public Management, Università della Svizzera Italiana and Swiss Public Administration Network

Giuseppe Grossi, Dr., Associate Professor in Public Management and Accounting, School of Economics, University of Siena, Italy

Reinhold Harringer , Dr. Finanzverwalter der Stadt St. Gallen, St. Gallen, Schweiz

Luca Ianni, Dr., Lecturer in Public Management and Accounting, Open University Leonardo da Vinci, Torrevecchia Teatina, Italy

Stefania Ilinca, Ph. D candidate., Università della Svizzera italiana, Faculty of Economics

Armin Jans, Prof. Dr. rer. pol., Center for Economic Policy, ZHAW School of Management and Law, Winterthur, Schweiz

Bastian Jantz, Dipl. Verw. Wiss., Akademischer Mitarbeiter, Lehrstuhl für Verwaltung und Organisation, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Universität Potsdam, Deutschland

Daniel Kettiger, Mag. rer. publ., Rechtsanwalt und Berater, Bern, Schweiz

Laurence Kager, Dr. rer .so oec., Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Verwal­tungs-Management, ZHAW School of Management and Law, Winterthur, Schweiz

Laura Maccio, PhD Student in Public Administration, Università della Svizzera Italiana and Swiss Public Administration Network

Emanuele Padovani, Dr., Associate Professor of Public Management and Accounting, University of Bologna, Department of Management, Forlì Campus, Italy

Marco Passardi, Prof. Dr. oec. publ., Center for Accounting & Controlling, ZHAW School of Management and Law, Winterthur, Schweiz

Alessandro Sancino, PhD Student in Public Administration, Università della Svizzera Italiana and Swiss Public Administration Network

Massimo Sargiacomo, Dr., Professor in Public Management and Accounting, University of Chieti, Pescara, Italy

Eric Scorsone, Co-Chair State and Local Government Program, Michigan State University, Greening Michigan Institute & Department of Agricultural, Food and Resource Economics, East Lansing, MI, United States

Sylvia Veit, Prof. Dr., Lehrstuhl für Verwaltungswissenschaft, Universität Bamberg, Deutschland

Jean-Patrick Villeneuve, Prof. Dr., International Public Governance, IDHEAP Swiss Graduate School of Public Administration, Lausanne, Switzerland

Herbert Wanner, Dr., Director Internet Business Solutions Group, Cisco Systems (Switzerland) GmbH, Wallisellen, Schweiz

PDF Datei:

Im Vorwort des ersten Jahrbuchs spricht Frau Casanova über die hohen Erwartungen an das Verwaltungsmanagement der Zukunft.

Hohe Erwartungen an das Verwaltungsmanagement der Zukunft

Sehr geehrte Damen und Herren
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen

Wir befinden uns im Jahr «Eins» des Jahrbuchs der Verwaltungswissenschaften. Ein historischer Moment und gleichzeitig ein Moment, der zum Nachdenken anregen soll.

Der Schwerpunkt dieses ersten Jahrbuches liegt auf den Ansprüchen und Erwartungen an das Verwaltungsmanagement. Namhafte Autoren äussern sich zu zentralen Aspekten des Themas.

Die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung werden anspruchsvoller, deren Spielräume grösser. Die Politik geht zunehmend dazu über, nicht mehr über detaillierte Vorgaben, sondern über Wirkungsziele, bzw. über politische Leitlinien zu steuern. Öffentliche Verwaltungen erhalten dadurch neue Handlungsspielräume. Wie sie die Aufträge erfüllen, liegt zunehmend in ihrer eigenen Kompetenz. Der Umgang mit diesem «Mehr an Kompetenzen» muss allerdings erlernt und eingeübt werden.

Dies bedingt auch eine Modernisierung unserer Verwaltung durch effizientere Prozesse und neue Modelle der Zusammenarbeit. Das ist nicht nur nötig, damit die Verwaltung Kosten optimieren kann, sondern unabdingbar, damit die steigende Komplexität der Aufgaben der Verwaltung auch in Zukunft mit der nötigen Qualität bewältigt werden kann. Hierzu ist eine intensive kantonsübergreifende Zusammenarbeit nötig.

Nicht nur Kompetenz ist gefordert, es geht auch um die Kreativität neuer Ansätze. Wer es schafft, zum richtigen Zeitpunkt die richtige Strategie mit den richtigen Zielgruppen anzuwenden, gewinnt Menschen. Menschen zu gewinnen ist unabdingbar für ein Verwaltungsmanagement, welches den hohen Ansprüchen und Erwartungen gerecht werden will.

Das vorliegende Jahrbuch dient dazu, sich vertieft mit der Thematik auseinanderzusetzen.
Als Bundeskanzlerin ist mir diese Auseinandersetzung ein grosses Anliegen, und ich gratuliere den Herausgebern sowie den Autoren, die es mit ihrer Arbeit möglich gemacht haben, dass das Jahrbuch erscheinen kann.

Ihnen allen wünsche ich eine gute und angeregte Lektüre.

Corina Casanova
Bundeskanzlerin
Präsidentin der SGVW

Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis und die Artikel des Jahrbuchs der Schweizerischen Gesellschaft für Verwaltungswissenschaften 2011.

Schwerpunkt in dieser Ausgabe: Staat und Verwaltung im Umgang mit der Krise

Nach der Krise ist vor der Krise
Brüesch Caroline, Kager Laurence 9, 

Strategische politische Steuerung als Instrument zur Krisenprävention
Bichsel Thomas, Kettiger Daniel 21,

Die Reaktion des schweizerischen Parlaments auf die Finanzkrise anhand des UBS-Rettungspakets und der neuen Bankenregulierungen
Passardi Marco, Jans Armin 35,

Accounting for Government Interventions in the Corporate Sector
Bergmann Andreas 51,

Stärkung der Kaufkraft auf Gemeindeebene – Erfahrungen mit dem St. Galler Gutschein Harringer Reinhold 61,

Financial Distress and Italian Local Governments – Debating the national special legislation on «deficitarietà strutturale» and «dissesto finanziario»
Capalbo Emma, Grossi Giusseppe, Ianni Luca, Sargiacomo Massimo 81,

Measuring Financial Health of Local Governments – A Comparative Framework
Padovani Emanuele, Scorsone Eric 93,

Aktuelle Themen aus den Verwaltungswissenschaften (Open Track)

Explaining variety in the Regulation of Local Public Services – A New Institutional Analysis of the Water Sector
Asquer Alberto 105,

Managing successful networks: the case of intermunicipality collaboration in Switzerland Cristofoli Daniela, Maccio Laura, Sancino Alessandro 121,

Mediation im öffentlichen Bereich – Effiziente Verwaltung durch eigenverantwortliche Konfliktlösung
Büsser Maurus 139,

Organizing integrated care for frail elderly patients in Switzerland, Italy, United States and Canada
Calciolari Stefano, Ilinca Stefania 151,

Sunset Legislation als Instrument der besseren Rechtsetzung: Wunderwaffe oder stumpfes Schwert?
Veit Sylvia, Jantz Bastian 167,

Swiss Post: Servicing Citizens or Consumers?
Villeneuve Jean-Patrick 181,

Open Innovation im öffentlichen Sektor
Wanner Herbert 193,

Erfahren Sie hier wer die Autoren der Beiträge des Jahrbuchs der Schweizerischen Verwaltungswissenschaften 2010 sind.

Simon Anderfuhren-Biget, MAP, Assistant de recherche, Département de science politique, Université de Genève, Genève, et Université de Lausanne (IEPI), Lausanne, Suisse

Martin Bachmann, Dozent, Fachhochschule Nordwestschweiz, Basel, Schweiz

Andreas Bergmann, Prof. Dr. oec. HSG, Leiter Public Sector, ZHAW School of Management and Law, Winterthur, Schweiz

Roland Brogli, lic. iur., Landammann, Vorsteher des Departements Finanzen und
Ressourcen des Kantons Aargau, Aarau, Schweiz

Caroline Brüesch, Dr. iur., Executive MBA HSG, Leitung Institut für Verwaltungs-
Management, ZHAW School of Management and Law, Winterthur, Schweiz

Corina Casanova, lic. iur., Bundeskanzlerin, Chancelière de la Confédération

Adina Dudau, Dr., Postdoctoral researcher, Department of Management, University of
Glasgow, Glasgow, Scotland, UK

Thomas Daum, lic. iur., Direktor, Schweizerischer Arbeitgeberverband, Zürich, Schweiz
Yves Emery, Prof. Dr., Professeur, Institut de hautes études en administration publique (IDHEAP), Lausanne, Suisse

René Geißler, Research Associate, Hertie School of Governance, Berlin, Germany
David Giauque, Prof. Dr. en administration publique, Professeur assistant à l’Université de
Lausanne, Institut d’études politiques et internationales (IEPI), Lausanne, Suisse

Barbara Haering, Dr. sc. nat., Dr. h.c. rer. pol., Partner, Geschäftleitung econcept AG,
Zürich, Schweiz

Theo Haldemann, Dr. oec. publ., Finanzdepartement der Stadt Zürich, Zürich, Schweiz

Gerhard Hammerschmid, Prof. Dr., Professor for Public and Financial Management, Hertie School of Governance, Berlin, Germany

Michael Heike, Prof., Professor für BWL und Public Management am Institut für Betriebs-
und Regionalökonomie, Hochschule Luzern – Wirtschaft, Luzern, Schweiz

Albert E. Hofmeister, Dr. oec. HSG, Delegierter des VBS für internationale Kontakte, Bern, Schweiz

Sarah Holsen, Assistante de recherche, Institut de hautes études en administration
publique (IDHEAP), Lausanne, Suisse

Pascal Hurni, lic. phil., Kompetenzzentrum für Public Management der Universität Bern, Bern, Schweiz

Yvonne Kaufmann, Dipl. Natw. ETH, DAS Ev Unibe, Partner, Projektleiterin econcept AG,
Zürich, Schweiz

Doris Leuenberger, lic. phil. hist., MBA, Director of Administration, EFTA – European Free Trade Association, Geneva, Switzerland

Rolf Maegli, lic. iur., Fürsprecher und Notar, Leiter Sozialhilfe Basel-Stadt, Departement f.
Wirtschaft, Soziales und Umwelt, Basel-Stadt, Schweiz

Céline Mavrot, lic. rer. pol., Assistante Doctorante, Institut de hautes études en administration publique (IDHEAP), Lausanne und Kompetenzzentrum für Public
Management der Universität Schweiz, Bern, Suisse

Martial Pasquier, Prof. Dr. rer. pol, Professeur, Institut de hautes études en administration
publique (IDHEAP), Lausanne, Suisse

Adrian Ritz, Prof. Dr. rer. oec., Assistenzprofessor, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Universität Bern, Bern, Schweiz

Christian Rosser, lic. phil, hist., Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand, Kompetenzzentrum für Public Management der Universität Bern, Bern, Schweiz

Felix Schuler, lic. rer. publ., Leiter Fachstelle Public Sector Financial Management,
ZHAW School of Management and Law, Winterthur, Schweiz

Peter Stücheli-Herlach, Dr. phil., Leiter Beratung am IAM Institut für Angewandte
Medienwissenschaft, ZHAW Departement Angewandte Linguistik, Winterthur, Schweiz

Frédéric Varone, Prof. Dr. rer. pol., Faculté des sciences économiques et sociales de
l’Université de Genève, Département de science politique, Genève, Suisse

Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis samt PDF-Dateien der jeweiligen Artikel des Jahrbuchs der Schweizerischen Gesellschaft für Verwaltungswissenschaften 2010.

Schwerpunkt in dieser Ausgabe Ansprüche und Erwartungen an das Top-Verwaltungsmanagement

Les cadres dirigeants dans l’après nouvelle gestion publique
Yves Emery  9,

Anforderungen an die Verwaltungsspitze aus Sicht einer Kantonsregierung 
Roland Brogli  23,

Anforderungen an die Verwaltungsspitze aus Sicht der Wirtschaft 
Thomas Daum  31,

Im Zeichen des Wandels – die Europäische Freihandelsassoziation 
Doris Leuenberger  41,

Der Faktor Mensch im Risikomanagement 
Caroline Brüesch  55,

Managing Uncertainty 
Adina Dudau  71,

Verwaltung im Meinungsstreit 
Peter Stücheli-Herlach  81,

Public Management und Leadership 
Gerhard Hammerschmid, René Geißler  93,
 
Aktuelle Themen aus den Verwaltungswissenschaften (Open Track)

Verwaltung und Recht 

Le droit d’accès aux documents administratifs 
Martial Pasquier, Sarah Holsen  109,

Whistleblowing
Albert E. Hofmeister 117,

Ökonomische und soziale Theorien in der Praxis 
Rolf Maegli 131, 

Steuerungssysteme
 
Evaluation der Wirkungsorientierten Verwaltungsführung 
Yvonne Kaufmann, Barbara Haering  145,

Public Service Motivation 
David Giauque, Adrian Ritz, Frédéric Varone, Simon Anderfuhren-Biget  159,

Les sciences administratives 
Céline Mavrot, Pascal Hurni, Christian Rosser  171,

Steht IPSAS im Widerspruch zur Finanzpolitik? 
Felix Schuler  183,

Financial Reporting of International Organizations 
Andreas Bergmann  197,

Balanced Scorecard in öffentlichen Organisationen 
Michael Heike, Theo Haldemann, Martin Bachmann  207,

Autorenverzeichnis  217,

Lesen Sie hier das Vorwort zum zweiten SGVW Jahrbuch "Staat und Verwaltung im Umgang mit der Krise".

Staat und Verwaltung im Umgang mit der Krise

Das Jahrbuch der Schweizerischen Verwaltungswissenschaften steht dieses Jahr im Zeichen von Krisen und den Handlungen des politisch-administrativen Sys­tems zu deren Eindämmung und Bewältigung. Der diesjährige Fokus ist natürlich auf die globale Finanzkrise zurückzuführen, die sich auf internationaler Ebene zunehmend von einem volkswirtschaftlichen Phänomen zu einer Krise des staat­lichen Systems entwickelt. Dementsprechend kann dieses Thema auch die Ver­waltungswissenschaften nicht unberührt lassen. Die Tatsache, dass die Schweiz die Krise besser als andere Länder überstanden hat, macht den Untersuchungsge­genstand noch interessanter, da es offensichtlich nicht irrelevant ist, wie sich Staaten in solchen Situationen verhalten. Positiv überrascht war die Redaktion des Jahrbuchs allerdings von der Anzahl eingereichter Artikel, die sich aus der Perspektive der unteren Staatsebenen mit diesem Thema befassen. Sowohl die Ta­gespresse, als auch die Lehrbuchmeinung sehen Krisenmanagement als Thema der Nationalstaaten und greifen damit offensichtlich zu kurz. Die unteren Staats­ebenen sind relevant und haben Handlungsmöglichkeiten, ebenso wie die natio­nale Ebene, wenn auch die konkreten Massnahmen unterschiedlich ausgeprägt sind.

Erfreut ist die Redaktion über die gute Durchmischung von schweizerischen und internationalen Beiträgen. Sie zeigt, dass das Jahrbuch bereits in seinem zweiten Jahr auch eine internationale Ausstrahlung – zumindest in den Nachbar­ländern – erreicht hat. Weiterhin sind Autor/innen aus Wissenschaft und Praxis vertreten, was eine Besonderheit im Wissenschaftsbetrieb, der leider allzu oft ein Eigenleben führt, darstellt. Die Lektüre des Jahrbuchs zeigt, dass die Unterschiede eher subtil und unter dem Strich bereichernd sind. Die vertretenen Argumente und Meinungen sind Aussagen der jeweiligen Autoren und können durchaus von denjenigen der Redaktion abweichen. Die Redaktion stellt sich hinter diesen Plu­ralismus und hofft, damit auch einen fortlaufenden Dialog in den Folgenummern des Jahrbuchs in Gang zu bringen.

Für die Redaktion
Prof. Dr. Andreas Bergmann