Während die Schweiz in den letzten Jahrzehnten zusehends zu einem “Stadtland” zusammenwuchs, hat sich die politische Karte des Landes seit dem 19. Jahrhundert kaum verändert. Mit 2600 Gemeinden und 26 Kantonen ist die Schweiz auch im internationalen Vergleich noch immer sehr kleinräumig organisiert. Gebietsreformen schienen lange Zeit tabu, aber zumindest auf der Gemeindeebene wird die Schweiz bereits neu geordnet: In den letzten zehn Jahren gab es genauso viele Gemeindefusionen wie in den letzten 150 Jahren zuvor. In einer Tagung analysieren Avenir Suisse und der Think Tank Thurgau die derzeitigen Trends im Bereich der Gemeindefusionen und werfen die Frage auf, unter welchen Umständen es in Zukunft auch zu Kantonsfusionen kommen könnte. —  Programm der TagungZusammenfassung der TagungReferate: Gemeindefusionen in der Schweiz: Trends und Perspektiven, Referat von Prof. Reto Steiner, Kompetenzzentrum für Public Management, Universität Bern Eingemeindungen in den Agglomerationen, Referat von Dr. Philippe Koch, Zentrum für Demokratie Aarau/Universität Zürich Talschaftsfusionen im Berggebiet, Peder Plaz, Wirtschaftsforum Graubünden Gemeindestrukturreform auf kantonaler Ebene, Referat von Eliane Kraft, Ecoplan Von Gemeinde-zu Kantonsfusionen, Referat von Prof. Andreas Ladner, IDHEAP/Universität Lausanne Warum es bisher keine Kantonsfusionen gibt, Prof. em. Dieter Freiburghaus Kleinteiliger Föderalismus und funktionale Räume, Dr. Daniel Müller-Jentsch, Avenir Suisse