Ab Januar 2006 wird ch.ch nicht nur Behörden und Verwaltungen von Bund, Kanton und Gemeinde erschliessen, sondern auch zielgruppengerecht Informationen und Online-Angebote für Unternehmen und Behörden sowie Zusatzcontent wie beispielsweise News oder Behördenverzeichnisse anbieten.

Heute ist www.ch.ch das Einstiegsportal zu den Verwaltungen auf den drei Ebenen Bund, Kantone und Gemeinden. Es ermöglicht als intermediäre Plattform Bürgerinnen und Bürgern Zugriff auf das gesamte Informations- und Serviceangebot von Verwaltung und Behörden. Es ist ein Wegweisersystem, welches das bestehende Angebot nach Stichworten aus dem Alltag und über Lebensbereiche erschliesst. Es bietet allgemeine Basisinformationen zu den gesuchten Themen an und führt zur zuständigen Stelle bei Bund, Kanton oder Gemeinde. Sein grosser Vorteil liegt unter anderem darin, dass Bürgerinnen und Bürger nicht wissen müssen, ob sie die Antwort auf ihre Frage bei Bund, Kanton oder Gemeinde finden.

Die Informationen sind in folgende acht Lebensbereiche gegliedert:

  • Privatleben: Ausweise, Zivilstand, Leben im Ausland, Kinder und Jugendliche, Familien, Senioren und Seniorinnen, Wohnen, Migration
     
  • Gesellschaft: Bildung, Medien, Internet, Telekommunikation, Kultur, Kirche und Religion, Gleichstellung, Sport, Tiere, Konsum
       
  • Arbeit: Unselbständige Arbeit, berufliche Selbständigkeit, berufliche Grundbildung, Arbeitslosigkeit, Pensionierung
     
  • Gesundheit und soziale Sicherheit: Gesundheit, soziale Sicherheit
     
  • Umwelt und Mobilität: Umwelt, öffentlicher Verkehr, Auto, Motorrad, Langsamverkehr
     
  • Sicherheit: Bevölkerungsschutz, Militärdienst, Polizei
     
  • Staat und Politik: Statistik Schweiz, Steuern, politische Rechte, Recht und Justiz
     
  • Wirtschaft: Versicherungen, Handel und Gewerbe

Seinen eigentlichen Betrieb hat www.ch.ch im Januar 2005 aufgenommen. Hauptziele in den Jahren 2005 und 2006 sind neben der Konsolidierung und der Ausweitung des Inhaltes, die Weiterentwicklung der intermediären Plattform sowie die Erhöhung des Bekanntheitsgrades. Ausserdem soll geprüft werden, inwiefern das Portal der Bundesbehörden www.admin.ch allenfalls zusammen mit www.ch.ch zu einem Transaktionsportal weiterentwickelt werden kann und soll. 

Betrieben wird www.ch.ch gemäss der geltenden Vereinbarung zwischen Bund und Kantonen von einem Kompetenzzentrum der Bundeskanzlei, dem CC Web BK. Strategisch zuständig ist ein Steuerungsausschuss, dem je fünf Vertreter oder Vertreterinnen von Bund und Kantonen angehören sowie je ein Mitglied als Vertretung der Städte und Gemeinden.

Die ursprüngliche Vision, wonach www.ch.ch selber für alle Partner Webservices zur Verfügung stellt, wurde nach langen und intensiven Diskussionen aufgegeben. Die geplanten, für Transaktionen nötigen Module stehen zwar bereit, werden aber nicht auf der gemeinsamen Plattform www.ch.ch betrieben, sondern auf den Plattformen der Partner. Grund dafür sind nicht zuletzt die Kosten sowie die unterschiedlichen Vorstellungen und Bedürfnisse in den Kantonen und Gemeinden.

Elektronischer eingeschriebener Brief-Service (EEBS)

Eines dieser Module, das bereitsteht, ist der elektronische eingeschriebene Brief-Service (EEBS). Es handelt sich um ein Modul für den gesicherten elektronischen Datenaustausch, um eine elektronische Zustellplattform also, die es ermöglicht, Dokumente auf elektronischem Weg mit gleicher Zuverlässigkeit, Sicherheit und Nachweisbarkeit wie einen eingeschriebenen Brief auszutauschen. Die Zustellplattform bewährte sich 2004 in einem Pilotprojekt mit dem Schweizerischen Bundesgericht. Eine schweizweite Inbetriebnahme dieser Plattform beim Bundesgericht ist auf Anfang 2006 geplant.

Weiterführende Informationen:

Julia Glauser
Tel. +41 31 324 0594
[email protected]
 
Leiterin Kommunikation CC Web BK
Gurtengasse 5, CH-3003 Bern
Fax +41 31 322 5341