Das Portal vernetzt das bestehende Angebot der Partner. Damit ermöglicht es einen einfachen Zugang zu staatlichen Dienstleistungen.

Das Portal soll vorerst von den Partnern auf seine Tauglichkeit hin geprüft werden, Verbesserungen und der Ausbau des Themenangebots erfolgen laufend. Erst nach dieser Testphase will die Bundeskanzlei ihr neues Angebot der breiten Öffentlichkeit vorstellen.

Da noch nicht alle Gemeinden online sind oder ihre Websites noch nicht mit den entsprechenden Themen von www.ch.ch verknüpft haben, ist das Angebot im Guichet Virtuel noch lückenhaft und deckt die Schweiz nicht vollumfänglich ab. Die Pflege und Aktualisierung dieser zahllosen Verknüpfungen obliegt den Partnern. Sie werden dabei durch eine speziell angepasste Suchmaschine und weitere Tools unterstützt. Es ist sogar geplant, die Aktualisierung dieser Verknüpfungen zu automatisieren.

Um diese Verknüpfungen von www.ch.ch mit den Websites der Partner zu vereinfachen und das Problem der sich oft verändernden Links und dem hohen Aktualisierungsaufwand zu lösen, wurde erstmals die vom Institut für Wirtschaft und Verwaltung IWV Bern entwickelte URN Technologie eingesetzt. Dabei wird als Link anstelle einer Internet-Adresse (URL) ein sich nicht ändernder, global gültiger Name (Uniform Resource Name, URN) verwendet. Ein Übersetzungssystem liefert beim Zugriff auf die gewünschte Website automatisch die aktuell gültige URL. Dieses System entlastet Web Publisher nicht nur von jeglichen Aktualisierungen von Links, sondern kann zusätzlich den Direktzugriff auf Websites vereinfachen. 

Das Projekt Guichet Virtuel ist Teil der Strategie für eine Informationsgesellschaft in der Schweiz und der eGovernment-Strategie des Bundesrats. Das Portal www.ch.ch mit dem URN-System sind erste Elemente einer nationalen eGovernment Plattform. Zwei weitere sind bereits in Planung: ein Tracking- und ein Payment-System. Mit dem Tracking-System wird die elektronische Ablaufverfolgung von Prozessen ermöglicht und mit dem Payment-System können verlangte Dienstleistungen online bezahlt werden.
 

 
Zum Autor:
 
Prof. Dr. Dieter Spahni, Institut für Wirtschaft und Verwaltung IWV Bern, http://www.iwv.ch